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Theatertreffen

Theatertreffen sind für alle Beteiligten ein großes Erlebnis, weil sie es erlauben, die eigene Arbeit in einem anderen Kontext zu zeigen, mit anderen Theaterschaffenden ins Gespräch zu kommen und neue Impulse mitzunehmen. Angefangen bei regionalen Treffen, die oft von den örtlichen Theatern organisiert werden, über das Landestheatertreffen Maulhelden und das bundesweite Schultheatertreffen Schultheater der Länder bis hin zu den überregionalen Jugend- und Amateurtheatertreffen.

Festivals bieten in erster Linie die Möglichkeit die eigene Arbeit einem fremden Publikum zu zeigen, die Stücke der anderen eingeladenen Gruppen zu sehen und sich mit anderen Theaterschaffenden auszutauschen. Meist gibt es für alle Aufführungen moderierte Nachgespräche, in denen die Stücke (auch kritisch) reflektiert werden. Begleitend gibt es oft auch Workshops für die teilnehmende Gruppen.

Die regionalen Treffen versuchen einen Überblick über die Theaterlandschaft vor Ort zu geben, so dass auch Auszüge aus unfertigen Stücken gezeigt werden können und es Hilfestellungen von erfahrenen Theaterschaffenden für die weitere Arbeit gibt.

Die überregionalen Festivals verstehen sich meist als Treffen für beispielhafte Produktionen für das Schultheater. Hier geht es auch um die Fortbildung der Teilnehmer, aber auch um die Frage was gutes Schultheater ausmacht.

Bei den überregionalen Schultheaterfestivals (Maulhelden, Schultheater der Länder) werden die Kosten der Gruppen meist bis auf einen kleinen Eigenanteil (ca. 50€ bis 60€ pro Teilnehmer) übernommen.

Allerdings ist die Kostenerstattung für das Schultheater der Länder von Seiten des Landes auf 5000€ begrenzt. Von diesem Geld gehen pro Teilnehmer 200€ direkt an den Veranstalter. Wenn die Gruppe demnach aus 20 Personen besteht, dann sind hier bereits 4000€ gebunden und es bleiben noch 1000€ für die Reisekosten. Das kann bedeuten, dass ein Teil der Reisekosten doch von der eingeladenen Gruppe bezahlt werden muss.

Bei anderen Festivals lohnt auch immer ein Blick auf die Ausschreibung, welche Kosten von der Gruppe übernommen werden müssen.

Eine Bewerbung für ein Festival erfordert immer etwas Arbeit. Wenn man dann eingeladen wird, hat es sich gelohnt, sonst arbeitet man leider für den Papierkorb. Wie das Bewerbungsverfahren des jeweiligen Festivals aussieht, sollte man in jedem Fall auf der Seite des Festivals nachsehen. Dort stehen dann auch genauere Anforderungen (thematische Ausrichtung des Stückes/Art der Gruppe/Schulform usw.) an die Gruppen.

überregionale Festivals

Meist bewirbt man sich mit einem Video des mehr oder weniger fertigen Stückes - oft liegt der Bewerbungsschluss deutlich vor der Premiere - und einer kurzen Beschreibung der eigenen Arbeitsweise und der Inszenierungsidee. Eine Jury wählt dann die Gruppen aus, die eingeladen werden. Dabei ist meist in erster Linie die Qualität des Stückes entscheidend - bei unfertigen Stücken muss die Jury dann abschätzen, wie das fertige Resultat aussieht. Aber darüber hinaus achtet die Jury meist auch auf ein abwechlungsreiches Festivalprogramm, d.h. es sollen beispielsweise auch verschiedene Spielformen, Herangehensweisen und Gruppen verschiedener Schulformen vertreten sein usw.

Es hat am Ende daher auch immer ein wenig mit Glück zu tun, ob das eigene Stück eingeladen wird.