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Zu einem Theaterfestival zu fahren ist immer ein besonderes Erlebnis. Man führt das eigene Theaterstück vor einem fremden aber interessierten Publikum auf und hat Gelegenheit mit den anderen Festivalbesuchern zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen. Man erhält Einblick in die Arbeit andere Gruppen, erhält neue Anregungen oder einen anderen Blick auf die eigene Arbeit.
Auch wenn man nicht mit einer Gruppe eingeladen ist, kann man oft als Beobachter an einer begleitenden Spielleiterfortbildung teilnehmen.

Maulhelden Akademie 2020

MAULHELD*INNEN, das Landes-Schultheater-Treffen NRW wird vom 20. bis zum 24. Mai 2020 vom FFT Düsseldorf, dem Jungen Schauspiel Düsseldorf und dem Goethe-Gymnasium veranstaltet.  

Zum 10. Jubiläum von MAULHELD*INNEN laden wir Schüler*innen und Lehrer*innen aus ganz NRW ein, bei einer Sonderausgabe des Landes-Schultheater-Treffens in Kooperation mit dem Festival „Theater der Welt“ dabei zu sein! 

 

„Theater der Welt“ zählt international zu den bedeutendsten Festivals für zeitgenössisches Theater und Performance. Rund 40 künstlerische Produktionen und mehr als 300 Künstler*innen aus allen Kontinenten und Sparten werden zu Gast in Düsseldorf sein. Erstmals in der Geschichte des Festivals wird es in Düsseldorf ein Theaterprogramm für Kinder und Jugendliche geben.

 

Die eingeladenen Gruppen werden bei dieser Sonderausgabe nicht ihr eigenes Stück präsentieren, dafür gibt es unter dem Motto MACHT EUCH! aber folgende Angebote:

 

  •  intensive Workshops für Schüler*innen mit Künstler*innen aus den Bereichen Theater, Tanz, Bühne, Kostüme u.a. 
  • mehrere  Theateraufführungen des „Theater der Welt“- Festivals
  • Begegnungen und Diskussionen mit anderen Schultheatergruppen und Künstler*in
  • einen Workshop für Lehrer*inne
  • eine gemeinsam erarbeitete Abschlusspräsentation

 

Bewerben können sich Theater AGs, Darstellen und Gestalten Kurse, Projekt- und Literaturkurse, fremdsprachige Theaterkurse aller Altersstufen und Schulformen, egal ob mit viel oder wenig Bühnenerfahrung.

 

Alles weitere steht in den Ausscheibungunterlagen.

2019/12/12

SDL 2020 global.lokal in Ingelsheim

AUSSCHREIBUNG

36. SCHULTHEATER DER LÄNDER IN INGELHEIM | 20. – 25.09.2020

 

Der Bundesverband Theater in Schulen (BVTS) und der Landesverband Theater in Schulen Rheinland-Pfalz e.V. laden zum 36. Bundeswettbewerb Schultheater der Länder (SDL*20) vom 20. – 25. September 2020 in Ingelheim am Rhein ein.

 

global.lokal

 

Fast alle Bereiche unseres Zusammenlebens enthalten heute eine globale Dimension. Die technologische Entwicklung und weltweite Vernetzung ermöglichen es, Zeit und Raum zu überwinden. Der orts- und zeitunabhängige Zugang nahezu jedes Menschen zum Internet führt zu neuen Chancen und Herausforderungen. Grenzen lösen sich auf und verändern sich weltweit permanent. Die globalen Verflechtungen von Geld-, Waren- und Arbeitsmärkten haben weitreichende Folgen für die Arbeitswelt und das ökologische Gleichgewicht unseres Planeten.

 

Dass die Welt zusammenwächst und gleichermaßen schrumpft, spiegelt sich im Theater des 21. Jahrhunderts deutlich wider. Globalisierung ist ein Themenschwerpunkt des deutschsprachigen Theaters der Gegenwart. Zugleich bringt es eine vielfältige ästhetische Formensprache mit sich, die den neuen Inhalten gerecht werden will. Eine Vielzahl an theatralen Zeichen bildet dabei die Vielschichtigkeit der Welt ab und führt zu einer Pluralität von Wahrnehmungs- und Bedeutungsmöglichkeiten.

 

Der Kontext Schule bleibt von dieser globalen Entwicklung nicht unberührt. Ein Denken in globalen Zusammenhängen ist hier notwendig, um das eigene Leben und die Beziehung zu anderen Menschen, insbesondere zu Mitschülerinnen und Mitschülern, in Respekt, Gleichberechtigung und friedlicher Verständigung zu gestalten. In der multikulturellen Zusammensetzung vieler Schulklassen liegt die große Chance, sich auf die Suche nach Verbindendem oder vermeintlich Fremdem zu begeben, Unsicherheiten und Ängste zu ergründen, um sie im spielerischen Prozess zu hinterfragen und mit ihnen gestalterisch überzeugend umzugehen.

 

Für das Schultheater der Länder 2020 werden Theaterproduktionen aus allen Schulformen und Schulstufen gesucht, die sich mit den Phänomenen der Globalisierung und ihren lokalen alltäglichen Auswirkungen auseinandersetzen und auf den unterschiedlichsten Ebenen inhaltlich und formal-ästhetisch Grenzen ausloten, indem sie z.B. …

 

  • die Unübersichtlichkeit der Welt in Bilder übertragen, ohne dabei zu simplifizieren;
  • sich mit Aspekten der Internationalisierung von Ernährung, Wohnen, Kleidung, Reisen, Kommunikation und Unterhaltung beschäftigen;
  • sich mit menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen auseinandersetzen, insbesondere Kinderarbeit;
  • sich mit den globalen Zusammenhängen und Auswirkungen unseres Konsums beschäftigen und nach Alternativen suchen;
  • sich mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ (vornehmlich den Forschungsbereichen Ökologie, Ökonomie, Gesellschaft) auseinandersetzen;
  • sich für kulturelle Vielfalt und Respekt für Andersartigkeit einsetzen;
  • zeigen, wie Diversität zur Stärkung der eigenen Gruppe führt;
  • sich mit Spielgruppen aus anderen Ländern/Partnerschulen vernetzen.

Gesucht werden Gruppen, die auf der formalen Ebene Experimente wagen und eine ästhetische Form finden, die die Multiperspektivität ihres Themas widerspiegelt.

Bewerbungen für NRW sind zu senden an Simone Hoberg (Simone Hoberg, In den Kämpen 44, 45478 Mülheim).

Fragen zum Festival oder zum Bewerbungsverfahren beantwortet gerne Thomas Erdmann - terdmann@posteo.de. Bitte beachten Sie: Bei Gruppen mit vielen Teilnehmern kann es vorkommen, dass neben dem Eigenanteil von 60,- € pro Person noch weitere Kosten auf die Gruppe zukommen. Wenn Sie diesbezüglich im Vorfeld Fragen haben, dann melden Sie sich bitte auch bei Thomas Erdmann.  

 

Teilnahmebedingungen
Wer kann sich bewerben?

Schultheatergruppen aller Schulstufen und Schulformen, die nicht mehr als 25 Teilnehmer*innen umfassen und deren Aufführung mindestens 30, aber maximal 60 Minuten lang sein sollte.

Wer wird gesucht?

Jede Schultheatergruppe mit einer künstlerisch überzeugenden und altersangemessenen Produktion. Bevorzugt werden Gruppen, die sich mit dem thematischen Akzent »global.lokal« auseinandersetzen.

 

 

Bewerbungswege

Für die Bewerbungen sind zwei Wege möglich.

 

  1. Alle Bewerbungen müssen spätestens bis zum 30. April 2020 beim Landesverband für Schultheater/Darstellendes Spiel des jeweiligen Bundeslandes oder bei der Geschäftsstelle des Bundesverbands Theater in Schulen e.V. eingereicht werden. Die Bewerbungsformulare und weitere Hinweise zu den Bewerbungsunterlagen finden sich unter www.bvts.org.

 

  1. Theatergruppen, die zum thematischen Akzent arbeiten, können auf Wunsch Theaterkolleg*innen aus dem Landesverband zu Probenbesuchen zu Beratungszwecken einladen und darüber hinaus Unterstützung durch einen Coach erhalten. Insgesamt werden bis zu drei Gruppen mit einem Coaching gefördert. Zur Bewerbung gehört in diesem Fall ein Konzept mit Ideen zur dramaturgischen und gestalterischen Umsetzung des thematischen Akzents, das spätestens acht Wochen nach Beginn des Schuljahres beim jeweiligen Landesverband eingereicht sein muss. Bis zum 30. April 2020 müssen die geförderten Gruppen dann alle erforderlichen Bewerbungsunterlagen (vgl. 1) nachreichen.

 

Auswahl

Wie wird ausgewählt?

Aus jedem Bundesland nominieren Länderjurys drei Gruppen aus den Schulformen Grundschule, Sekundarstufen I und II für die engere Wahl um die Teilnahme am Festival. Eine Bundesjury wählt anschließend jeweils eine Preisträgergruppe pro Bundesland aus.

Was sind die Preise?

Beratende Unterstützung durch einen Coach im Vorfeld des Festivals für ein überzeugendes Ideenkonzept zum thematischen Akzent »global.lokal«.

Die Teilnahme der Preisträgergruppe aus jeweils einem Bundesland mit ihrer Produktion am sechstägigen Festival Schultheater der Länder in Ingelheim am Rhein.

Welche Kosten entstehen?

Für die eingeladenen Schülergruppen sind Fahrt, Unterkunft, Verpflegung und alle Veranstaltungen des Festivals bis auf einen Eigenbetrag von 60 Euro pro Teilnehmer*in kostenfrei. Obligatorisch ist neben der Spielleitung eine weitere Begleitperson.

 

Das Festival

Das Schultheater der Länder ist ein bundesweites Festival für Schultheatergruppen aller Schulstufen und Schulformen, das jährlich in einem anderen Bundesland stattfindet. Jedes Bundesland ist mit einer Gruppe vertreten, welche die Impulse des Festivals weiterträgt. Die von einer Bundesjury ausgewählten Gruppen präsentieren ihre Produktionen auf dem Festival, diskutieren gemeinsam in Nachgesprächen und nehmen an Workshops teil. Das Festival vereinigt Aufführungen, die entweder einen wesentlichen Impuls zum thematischen Akzent oder darüber hinaus einen bemerkenswerten Beitrag zur Qualitätsentwicklung des Schultheaters liefern. Das Schultheater der Länder bietet Theaterlehrer*innen, Theaterpädagog*innen, Theaterwissenschaftler*innen und anderen Interessierten zusätzlich eine begleitende Fachtagung. Dabei soll der thematische Akzent vor dem Hintergrund der Festivalergebnisse und der eigenen Schultheaterpraxis der Beteiligten entfaltet und entwickelt werden. Das Schultheater der Länder ist an den fachlichen Qualitätsstandards der Kultusministerkonferenz ausgerichtet.

Das Schultheater der Länder wird von den Kultusministerien der Länder gefördert.

2019/12/12

SDL 2019 Raum.Bühne in Halle

Bewerbungsschluss ist der 30.April 2019

Ein grundlegendes Element des Theaters neben dem Körper, der Stimme und der Zeit ist der Raum. Fand das Theaterspiel bis ins ausgehende 19. Jahrhundert vor allem in einem illusionistisch-illustrierenden Raum statt, so bekennt sich im professionellen Theater der Bühnenraum von heute zu seinem Kunstcharakter. Im 20. Jahrhundert und besonders in der Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat sich die Bühne von der Darstellung jeglicher Illusion durch dekorative Kulissen befreit.

Auch im Schultheater findet sich diese Abwendung von der Illusionsbühne wieder. Noch in den sechziger und siebziger Jahren prägten aufwändig bemalte Kulissen die Schultheaterbühne. Heute wird meist im leeren Raum gespielt, der höchstens mit ein paar zum Spiel notwendigen Versatzstücken ausgestattet ist. Das ist jedoch oft keine bewusst getroffene ästhetische Entscheidung, sondern eher der Not geschuldet: Anders als im professionellen Theater muss das Schultheater mit geringen Mitteln auskommen. Und vielleicht noch wichtiger: Die strukturellen Veränderungen von der Theater-AG zum in den Unterricht eingebetteten Theaterkurs haben dazu geführt, dass kaum Zeit bleibt, sich mit der Gestaltung des Bühnen- und Spielraums ausführlich zu befassen.

Das Schultheater der Länder 2019 will unter dem Thema „Raum.Bühne“ den gestalteten Spielraum trotz beschränkter Zeit- und Mittelressourcen wieder stärker in den Fokus rücken und zeigen, dass eine Beschäftigung mit dem Raum unumgänglich ist, weil er die Inszenierung und das Spiel entscheidend positioniert. Dabei bedarf es nicht zwingend eines allzu großen Aufwands.

Interessierte Gruppen können sich noch bis zum 30.April bewerben.

Nähere Infos zur Ausschreibung finden sich jetzt schon unter www.bvts.org.

Bewerbungen für NRW sind zu senden an Thomas Erdmann

(Buchenweg 15c, 51709 Marienheide, terdmann@posteo.de), der im Namen des LV ThiS NRW auch für Fragen zur Verfügung steht.

2019/12/12

gee whiz! - vertritt NRW beim SDL

Die Jugendtheatergruppe der Gesamtschule Eiserfeld wurde dieses Jahr von der Jury ausgewählt und vertritt das Land NRW beim Schultheater der Länder 2018 in Kiel zum Thema Theater und Politik. Wir gratulieren sehr herzlich!

 

UNERHÖRT
Ein Stück von gee whiz! 

„ELTERN TREFFEN GUTE ENTSCHEIDUNGEN: MAMA WEIß ES BESSER, PAPA HAT SCHON VIEL ERLEBT. UND WO BLEIBEN MEINE ENTSCHEIDUNGEN?“

In einem Kinderzimmer leben Spielzeugpuppen, die als echte Erziehungs-Experten das Erwachsenwerden ihres Kindes begleiten und kommentieren.
„Das Kind schreit – und wird zur Ruhe gebracht. Es tobt zu wild – und kommt in die Stille Ecke. Es glaubt, es könne (mit sieben!) alles – und lernt erstmal, dass das offenbar nicht so ist. Es hat Wünsche, Träume, Ideen – und Mama („weiß es besser“) und Papa („hat schon viel erlebt“) kontern mit ihrem „Nein!“. Und in der Schule drillt das System es zum Ja-Sager, denn „man kann ja eh nichts machen“. Das Kind wird nicht gehört, nicht erhört, bleibt unerhört. Desillusionierend? Bis hierhin schon. Doch gut, dass seine Stimme nicht verstummt. Dass aus dem Unerhört-Gefühl ein „Unerhört!“ wird, ein Plädoyer dafür, für das eigene Sein, Denken und Sagen aufzustehen, Gesicht zu zeigen, einzugreifen, weltverändernd. […] Die Spielzeugmenschlein karikieren, wie sich die allseits postulierte Forderung nach Mitbestimmung, Selbstverantwortung, Teilhabe bricht in einer Wirklichkeit, in dem die Bestimmer das Sagen haben.“ (Siegener Zeitung)

In ihrem Stück geht gee whiz! der Frage nach, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit Heranwachsende grundsätzlich Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung entwickeln. Mitbestimmung, politische Teilhabe, Demokratie – Von klein auf benötigen wir unsere Stimme, müssen Standpunkte äußern oder sie sogar bei einer Wahl einsetzen. Demokratie jedoch muss gelernt und gelebt werden.

unerhört - gee whiz!

 

Zur Gruppe:

Die jahrgangsübergreifende Jugendtheatergruppe gee whiz! wurde im Frühjahr 2012 auf Initiative von drei Schülerinnen der Gesamtschule Eiserfeld ins Leben gerufen. Die Probearbeiten, in denen das Bewegungs- und Körpertraining einen großen Stellenwert besitzt, gestalten sich als lebendiger Austausch über Inhalte und szenische Umsetzung. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf chorischen Elementen. In den Inszenierungen gab und gibt es keine „Hauptrollen“. gee whiz! versteht sich als Gruppe und entsprechend ist deren Arbeitsweise das Gruppentheater unter Nutzung entsprechender Leitungsformen.
Für ihre bisherigen Inszenierungen erhielt die Gruppe Schultheaterpreise und mehrere Einladungen zu Theaterfestivals.

2019/12/12
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